Die Top-Sehenswürdigkeiten in Innsbruck: Ein Reiseführer

Ein persönlicher Reiseführer zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Innsbruck – mit allen Tipps, die ich in zehn Jahren Besuche gesammelt habe.


Ich werde häufig gefragt: „Wenn ich nur zwei Tage Zeit habe, was muss ich in Innsbruck unbedingt sehen?“ Meine Antwort ist nie die gleiche. Nicht weil sich die Stadt ständig verändert – sie tut es kaum – sondern weil Innsbruck viele Gesichter hat. Das eine passt für Architekturfans, das andere für Wanderer, das dritte für Museumsgänger. In diesem Guide zeige ich dir alle Innsbruck Sehenswürdigkeiten, die ich selbst mehrfach besucht habe, und erkläre, für wen sich welche lohnen.

Das ist kein generischer Reiseführer, der dir sagt, was auf Wikipedia steht. Ich erzähle dir, was wirklich zählt – einschließlich der Orte, an denen ich Geld und Zeit verschwendet habe, damit du das nicht tun musst.

TL;DR: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Innsbruck in einer Minute

Wenn du keine Zeit für einen langen Text hast, hier die Kurzfassung:

  • Goldenes Dachl – ikonisches Wahrzeichen, 10 Minuten reichen
  • Hofburg + Hofkirche – Habsburger-Geschichte kompakt, 2 Stunden
  • Nordkettenbahnen – von der Stadt auf 2.256 m, unbezahlbarer Ausblick
  • Bergisel Skisprungschanze – Architektur von Zaha Hadid + Skisprung-Flair
  • Schloss Ambras – Habsburger-Kuriositäten, halber Tag, weniger überlaufen
  • Alpenzoo – höchstgelegener Zoo Europas, für Familien perfekt
  • Altstadt rund um die Herzog-Friedrich-Straße – zu Fuß erkunden, kein Zeitlimit
  • Swarovski Kristallwelten in Wattens – polarisierend, aber einmaliges Erlebnis

Jetzt zur langen Fassung.

Kategorie 1: Die historischen Wahrzeichen

Innsbruck mit schneebedeckten Bergen im Hintergrund
Die barocke Altstadt Innsbrucks vor der Kulisse der Nordkette.

Das Goldene Dachl: Innsbrucks Postkartenmotiv

Jeder Innsbruck-Besucher fotografiert es. 2.657 feuervergoldete Kupferschindeln bedecken den Prunkerker, den Kaiser Maximilian I. um 1500 an seinem Residenzgebäude anbringen ließ, um von dort Turniere und Festlichkeiten zu beobachten. Heute ist es das meistfotografierte Bauwerk Tirols.

Mein Tipp: das Maximilianeum im ersten Stock wird von den meisten Besuchern übersehen. Dabei ist es ein erstaunlich gutes, kompaktes Museum über Maximilian I., seine Ehefrauen, seine Feldzüge und seine kulturelle Vision. Plane 45 Minuten ein. Der Eintritt ist günstig.

Beste Besuchszeit: Früh morgens vor 9 Uhr für Fotos ohne Menschenmassen. Ab 11 Uhr wird der Platz voll.

Die Hofburg: Habsburger-Prunk auf Tirolerisch

Von außen wirkt die Hofburg überraschend nüchtern – aber innen öffnet sich ein barockes Juwel. Der Riesensaal ist eine der größten Raumfluchten aus der österreichischen Kaiserzeit und komplett mit Porträts der Familie Maria Theresias ausgemalt. Die Stuckdecken allein lohnen den Eintritt.

Was ich an der Hofburg mag: sie ist nicht so überlaufen wie Schönbrunn oder Hofburg Wien, und du hast oft ganze Räume für dich allein. Nach einer guten Stunde fühlt man sich, als hätte man tatsächlich Geschichte berührt, nicht nur angeschaut.

Praktisch: Täglich 9–17 Uhr geöffnet. Kombiticket mit Hofkirche. Audioguides in neun Sprachen.

Die Hofkirche: Das leere Grabmal, das alle zum Schweigen bringt

Neben der Hofburg steht die Hofkirche – eine der außergewöhnlichsten Grabstätten Europas, weil sie leer ist. Kaiser Maximilian I. ließ hier sein Monumentalgrab errichten, mit 28 überlebensgroßen schwarzen Bronzefiguren, die Familie, Vorfahren und Könige darstellen. Er selbst wurde nie hier beigesetzt.

Die Atmosphäre ist eindringlich. Wenn du nur eine Kirche in Innsbruck besuchst, dann diese. Am späten Nachmittag fällt Licht durch die Westfenster und lässt die Bronzefiguren golden schimmern – einer der magischsten Momente in ganz Innsbruck.

Ehrlicher Tipp: Die Silberne Kapelle im hinteren Bereich wird oft übersehen. Dabei ist sie eine der reichsten Renaissancekapellen des Alpenraums.

Der Stadtturm: Der beste Aussichtspunkt der Altstadt

148 Stufen. Kein Aufzug. Am Ende: ein 360-Grad-Blick über die Altstadt, die Maria-Theresien-Straße und die Nordkette. Der Stadtturm stammt aus dem 14. Jahrhundert und diente als Wach- und Gefängnisturm.

Ich bin mindestens fünfmal oben gewesen, und jede Tageszeit ist anders. Meine absolute Empfehlung: eine Stunde vor Sonnenuntergang. Die Altstadt wird in warmes Licht getaucht, und wenn du Glück hast, färben sich die Berge rosa.

Kategorie 2: Die großen Museen

Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum

Das Ferdinandeum ist Tirols größtes Museum und für mich eines der unterschätztesten. Archäologie, Kunst aus tausend Jahren, ein Raum voller Cranach-Porträts, moderne Tiroler Kunst. Was das Haus besonders macht: die Kuratierung ist exzellent und nicht überfrachtet. Du kannst in zwei Stunden durch, ohne Kopfschmerzen zu bekommen.

Mein Liebling: der Raum mit gotischen Altarbildern aus Tiroler Dorfkirchen. Diese Werke hängen normalerweise in schlecht beleuchteten Landkirchen. Hier siehst du sie in optimaler Beleuchtung, und die Details sind atemberaubend.

Das Tiroler Volkskunstmuseum

Direkt neben der Hofkirche. Eine Sammlung tiroler Alltagskultur: Bauernstuben, Trachten, Masken aus dem Fasnacht-Brauchtum, religiöse Volkskunst. Nicht jedermanns Sache, aber wenn du dich für den Lebensstil hinter den Postkartenmotiven interessierst: unbedingt.

Geheimtipp: Die sechs komplett rekonstruierten Bauernstuben aus verschiedenen Tiroler Tälern sind atmosphärisch stärker als jedes Heimatmuseum, das ich je gesehen habe.

Bergisel Museum

Gehört eigentlich zu den Sehenswürdigkeiten am Rande der Stadt, aber inhaltlich ist es ein wichtiges Museum. Es widmet sich den Tiroler Freiheitskämpfen unter Andreas Hofer 1809 und der Schlacht am Bergisel. Kompakt, ehrlich, ohne Pathos – das habe ich an diesem Museum sehr geschätzt.

Kategorie 3: Berge und Natur

Der Inn fließt durch Innsbruck mit Bergen im Hintergrund
Natur und Stadt auf engstem Raum – Innsbrucks einzigartige Lage.

Die Nordkettenbahnen: Innsbrucks größter Trumpf

Wenn du mich fragst, was das Einzigartigste an Innsbruck ist: die Nordkette. Keine andere Stadt Europas ermöglicht es dir, innerhalb von 20 Minuten vom Stadtzentrum auf über 2.000 Meter Höhe zu fahren.

Die Reise beginnt in der Altstadt an der Hungerburgbahn (Architektur von Zaha Hadid), führt zur Hungerburg (860 m), dann mit der Seegrubenbahn zur Seegrube (1.905 m) und schließlich mit der Hafelekarbahn zum Hafelekar (2.256 m). Oben angekommen, stehst du auf einem Grat und blickst auf das Inntal hinab und auf die Alpenkette Richtung Italien.

Ehrliche Warnung: Bei Wolken lohnt sich die Fahrt nicht. Checke immer die Webcams online.

Meine liebste Zeit: Früher Morgen bei klarem Wetter. Die Temperaturen oben sind auch im Sommer deutlich kühler als in der Stadt – packe eine Jacke ein, selbst wenn es unten 25 Grad hat.

Der Alpenzoo: Europas höchstgelegener Zoo

Auf 727 Meter Höhe, über der Stadt, liegt der Alpenzoo. Er ist spezialisiert auf Tiere des Alpenraums: Steinbock, Bartgeier, Braunbär, Luchs, Murmeltier, Wolf. Keine Löwen, keine Elefanten – dafür Tiere, die zur Region gehören.

Für Familien ist der Alpenzoo Pflicht. Auch für Erwachsene: wenn du die Alpen vorher nur im Postkartenformat gesehen hast, verändert der Blick auf einen echten Bartgeier mit drei Metern Spannweite dein Naturverständnis.

Praktisch: Du erreichst den Alpenzoo mit der Hungerburgbahn (Zwischenstation) oder einer Buslinie ab dem Hauptbahnhof. Plane zwei bis drei Stunden.

Der Hofgarten: Die unterschätzte Oase

Direkt hinter der Hofburg liegt der Hofgarten, ein barocker Stadtpark mit einem viktorianischen Palmenhaus. Die meisten Touristen gehen an ihm vorbei, ohne ihn zu bemerken.

Für mich ist er der perfekte Ort für eine Pause. Setz dich auf eine Bank, hol dir ein Brötchen aus einer nahegelegenen Bäckerei, beobachte die Innsbrucker beim Joggen und Spaziergang. Im Palmenhaus gibt es tropische Pflanzen und ein kleines Café. Im Sommer finden hier Open-Air-Konzerte statt.

Der Bergisel: Aussicht, Architektur und Sprungschanze

Die Bergisel Skisprungschanze ist eines der Wahrzeichen des modernen Innsbruck. Entworfen von Zaha Hadid, nach den Olympischen Spielen 1964 und 1976 mehrfach umgebaut, heute Schauplatz der jährlichen Vierschanzentournee.

Du kannst mit einem Aufzug auf den Schanzenturm fahren. Oben ist eine Aussichtsplattform und ein überraschend gutes Panoramarestaurant. Der Blick hinab auf den Anlauf der Schanze ist, besonders für Menschen mit Höhenangst, ein Erlebnis.

Saisonaler Tipp: Wenn du in Innsbruck rund um den 4. Januar bist, erlebst du die Vierschanzentournee live. Unvergesslich.

Kategorie 4: Die Sehenswürdigkeiten außerhalb der Altstadt

Schloss Ambras: Meine heimliche Lieblings-Sehenswürdigkeit

Zwei Straßenbahnstationen vom Stadtzentrum entfernt liegt Schloss Ambras – ein Renaissance-Schloss mit einer der ältesten systematisch aufgebauten Kunst- und Wunderkammern der Welt. Erzherzog Ferdinand II. begann im 16. Jahrhundert zu sammeln: Rüstungen, Kuriositäten, ausgestopfte Tiere, Porträts der Habsburger-Dynastie.

Warum ich Schloss Ambras der Hofburg vorziehe: es ist inhaltlich reichhaltiger, weniger überlaufen und die Parkanlage ist eine der schönsten des Tirols. Plane einen halben Tag ein. Die Porträtsammlung im Spanischen Saal allein lohnt die Fahrt.

Anreise: Straßenbahnlinie 6 vom Zentrum, 15 Minuten. Oder zu Fuß in etwa 40 Minuten durch den Wald – landschaftlich schön.

Swarovski Kristallwelten Wattens

20 Kilometer östlich von Innsbruck, in Wattens, liegen die Kristallwelten. Die Meinungen sind gespalten: manche finden es kitschig, andere faszinierend. Ich gehöre zu denen, die es mögen – nicht für die Kristalle selbst, sondern für die Gärten.

Der riesenköpfige Brunnen am Eingang, die Spielflächen für Kinder, die Pavillons, die Kunstinstallationen in der Landschaft. Das ist überraschend gut kuratiert. Die Shoppingbereiche drinnen sind touristische Fallen – da kann man getrost schnell durchgehen.

Mein Rat: Nur hingehen, wenn du Zeit übrig hast. Drei Stunden mindestens. Mit öffentlichem Bus oder Auto erreichbar.

Hall in Tirol: Das kleine Salzburg

Hall liegt 15 Minuten mit dem Zug östlich von Innsbruck. Die mittelalterliche Altstadt ist nur wenig kleiner als die von Innsbruck – und oft komplett leer. Keine Reisebusse, keine Menschenmassen. Du gehst durch Gassen, die seit dem 13. Jahrhundert existieren, und hast sie für dich allein.

Highlights: die Burg Hasegg mit der Münze Hall (wo einst die ersten Taler geprägt wurden), der Oberer Stadtplatz mit Pfarrkirche, die zahlreichen Patrizierhäuser. Für mich einer der besten Tagesausflüge von Innsbruck aus.

Das Tiroler Landestheater und das Kongresshaus

Wenn du an Architektur oder Musik interessiert bist: das Landestheater am Rennweg bietet Oper, Ballett und Sprechtheater auf sehr hohem Niveau – zu Preisen, die in Wien oder Berlin undenkbar wären. Beste Plätze für 30 Euro.

Das Kongresshaus nebenan ist ein Beispiel der Nachkriegsmoderne, innen ein Konzertsaal, in dem regelmäßig internationale Künstler auftreten.

Kategorie 5: Die weniger bekannten Sehenswürdigkeiten

Straßenszene in Innsbruck mit rotem Bus
Das tägliche Leben in Innsbruck spielt sich jenseits der Haupttouristenrouten ab.

Die Dreiheiligenkirche

In einem unscheinbaren Gebäude in der Dreiheiligenstraße versteckt sich eine der schönsten Barockkirchen Innsbrucks. Kaum Touristen. Fast immer leer. Innen: eine Fülle an Fresken und Stuckarbeiten, die du in fast keinem Reiseführer findest.

Die Mariahilfstraße

Auf der anderen Innseite, nur fünf Minuten Fußweg von der Altstadt, verläuft die Mariahilfstraße – mit den berühmten bunten Häusern am Innufer. Das ikonische Instagram-Foto von Innsbruck wird von dort gemacht. Und doch sind erstaunlich wenige Touristen vor Ort.

Das Audioversum Science Center

Wenn du mit Kindern reist oder dich für Wissenschaft interessierst: das Audioversum im Zentrum bietet interaktive Ausstellungen rund um Hören, Akustik und Technik. Für zwei Stunden ein großer Spaß, besonders bei schlechtem Wetter.

Der Kalvarienberg und die Wallfahrtskirche Arzl

Außerhalb der Stadt auf einem Hügel liegt die Wallfahrtskirche Arzl. Ein unterschätzter Spot für einen Spätnachmittags-Spaziergang mit Blick über die Stadt. Kaum Besucher, viel Ruhe.

Die Markthalle Innsbruck

Keine klassische Sehenswürdigkeit, aber einer meiner Lieblingsorte in der Stadt. Die Markthalle am Innrain ist täglich geöffnet. Regionale Produkte – Tiroler Speck, Käse, frisches Brot, Wein. An Samstagen zusätzlich ein Bauernmarkt im Freien. Wenn du sehen willst, wie die Innsbrucker einkaufen: hier.

Die Innsbruck Card: Rechnet sie sich?

Eine häufige Frage. Meine ehrliche Antwort: für zwei oder mehr Tage fast immer ja.

Die Innsbruck Card gibt es in Varianten für 24, 48 und 72 Stunden. Inkludiert sind alle Bergbahnen (Nordkette, Patscherkofel, Muttereralm), Eintritt in Hofburg, Hofkirche, Ferdinandeum, Volkskunstmuseum, Goldenes Dachl Museum, Eintritt in Schloss Ambras, Alpenzoo, Swarovski Kristallwelten, sowie öffentlicher Nahverkehr in Innsbruck und ein Stadtrundgang zu Fuß.

Rechne: allein eine Fahrt auf die Nordkette kostet über 40 Euro. Ein Museumseintritt 10–15 Euro. Ab zwei Attraktionen plus einer Bergbahnfahrt lohnt sich die Karte. Ab drei Sehenswürdigkeiten rechnet sie sich auf jeden Fall.

Wo kaufen: Im Tourismusbüro am Burggraben, in Hotels, online.

Sehenswürdigkeiten in Innsbruck nach Jahreszeiten

Frühling (April–Juni)

Für mich die beste Zeit. Die Nordkette hat noch Schnee, im Tal blüht alles. Temperaturen angenehm. Weniger Touristen als im Sommer. Ideal für die klassische Kombination aus Altstadt und Bergen.

Sommer (Juli–August)

Die Hauptreisezeit. Alle Sehenswürdigkeiten geöffnet, perfekte Wetterbedingungen für Wanderungen. Allerdings: Menschenmassen am Goldenen Dachl, in der Altstadt, auf der Nordkette. Früh aufstehen hilft.

Herbst (September–Oktober)

Unterschätzt. Die Lärchen in den Bergen werden golden, das Licht ist spektakulär, weniger Touristen. Perfekt für Wanderungen, Fotografen und Genießer.

Winter (Dezember–Februar)

Christkindlmarkt in der Altstadt, Skigebiete rund um Innsbruck in Betrieb, die Vierschanzentournee. Atmosphärisch unvergleichlich. Allerdings können die Museen reduzierte Öffnungszeiten haben und die Nordkette bei schlechtem Wetter geschlossen sein.

Sehenswürdigkeiten-Tipps für spezielle Reisende

Für Familien mit Kindern

  • Alpenzoo (Tiere zum Staunen)
  • Swarovski Kristallwelten (die Gärten)
  • Audioversum Science Center
  • Bergisel Skisprungschanze (der Aufzug macht Spaß)
  • Nordkettenbahnen (Hungerburg-Station mit Rodelbahn im Winter)

Für Geschichtsinteressierte

  • Hofburg + Hofkirche (Habsburger-Kompaktkurs)
  • Schloss Ambras (Kunst- und Wunderkammer)
  • Ferdinandeum
  • Bergisel Museum (Tiroler Freiheitskämpfe)
  • Hall in Tirol (Tagesausflug)

Für Abenteurer

  • Nordkettenbahnen + Wanderungen
  • Patscherkofel
  • Muttereralm
  • Stubaier Gletscher (Tagesausflug)
  • Klettersteig am Hafelekar

Für Entspannungssuchende

  • Hofgarten
  • Markthalle + Café in der Altstadt
  • Spaziergang entlang des Inn
  • Wellnesshotels in Seefeld (45 Min entfernt)

Ein typischer 2-Tage-Plan für Innsbruck

Wenn du mich fragst, wie ich zwei Tage strukturieren würde:

Tag 1 – Altstadt und Geschichte: Früh frühstücken, um 9 Uhr Goldenes Dachl fotografieren. Hofburg und Hofkirche am Vormittag. Mittagessen in der Altstadt. Ferdinandeum oder Volkskunstmuseum am Nachmittag. Gegen 17 Uhr auf den Stadtturm. Abendessen an der Maria-Theresien-Straße.

Tag 2 – Berge und Aussicht: Wenn das Wetter passt: Nordkettenbahnen bis zum Hafelekar, Wanderung am Grat. Mittagessen auf der Seegrube. Nachmittags zurück in die Stadt, Alpenzoo oder Bergisel. Abschlussabendessen in Mariahilf mit Blick zur Altstadt.

Damit hast du die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gesehen, ohne gehetzt zu sein.

Häufig gestellte Fragen zu Innsbruck Sehenswürdigkeiten

Was muss man in Innsbruck unbedingt gesehen haben? Wenn du nur einen Tag hast: Goldenes Dachl, Hofburg, Hofkirche, Nordkette, Stadtturm. Das ist das Minimum-Viable-Innsbruck-Programm.

Wie viele Tage braucht man für Innsbruck? Für die Kern-Sehenswürdigkeiten reichen zwei bis drei Tage. Wer Tagesausflüge (Hall, Stubai, Swarovski) und mehr Zeit in der Natur einplant, kann problemlos eine Woche füllen.

Wie komme ich am besten zu den Sehenswürdigkeiten? In der Altstadt und am Bergisel mit der Straßenbahn/Bus (IVB). Für die Nordkette Hungerburgbahn ab Congress Innsbruck. Für Schloss Ambras die Linie 6. Die Innsbruck Card deckt all das ab.

Gibt es geführte Touren? Ja, zahlreiche. Das Tourismusbüro bietet kostenlose Stadtführungen mit der Innsbruck Card. Private Guides für spezielle Themen sind über das Tourismusbüro buchbar.

Sind die Sehenswürdigkeiten auch für Rollstuhlfahrer zugänglich? Die großen Museen (Hofburg, Ferdinandeum, Schloss Ambras) sind barrierefrei. Die Nordkettenbahnen ebenfalls. Altstadtgassen und Stadtturm sind teilweise problematisch. Das Tourismusbüro berät spezifisch.

Was kostet der Eintritt insgesamt? Ohne Innsbruck Card: etwa 80–120 Euro pro Person für die wichtigsten Museen plus Nordkette. Mit Innsbruck Card (48h): etwa 50 Euro für alles.

Welche Sehenswürdigkeit ist die beliebteste? Nach Besucherzahlen: das Goldene Dachl. Nach meiner persönlichen Empfehlung: die Nordkette. Nach wiederholten Besuchen: Schloss Ambras.

Gibt es Sehenswürdigkeiten kostenlos zu besichtigen? Ja, einige: die Altstadtgassen, die Maria-Theresien-Straße, der Hofgarten, die Markthalle, die Innbrücke, der Dom zu St. Jakob (Spende willkommen), die Annasäule, die Triumphpforte. Für einen halben Tag Innsbruck ohne Eintrittsgelder reicht das locker.

Fazit: Was macht Innsbruck einzigartig?

Innsbruck ist nicht die größte, nicht die bekannteste und nicht die spektakulärste Stadt Österreichs. Aber sie ist die Stadt, in der Geschichte und Natur auf engstem Raum zusammentreffen – eine Habsburger-Altstadt mit Blick auf 2.000-Meter-Gipfel, erreichbar in 20 Minuten.

Was mich immer wieder herzieht: die Dichte der Erlebnisse. An einem einzigen Tag kannst du durch mittelalterliche Gassen gehen, in einem habsburgischen Palast stehen, mit einer Seilbahn auf einen Berggipfel fahren und abends in einer Weinbar in einer 400 Jahre alten Gasse sitzen. Diese Kombination gibt es nirgends sonst.

Wenn du also die besten Innsbruck Sehenswürdigkeiten erleben willst: nimm dir Zeit. Die Stadt verlangt keine Hast, sie belohnt die Langsamen. Morgenkaffee am Goldenen Dachl, Mittagessen in der Altstadt, Nachmittagsrundgang durch ein Museum, Sonnenuntergang auf der Nordkette, abends ein Glas Tiroler Wein. Das ist Innsbruck in seiner reinsten Form.

Wenn du dabei bist, es zu planen, oder während deines Besuchs Fragen hast: schreib mir in den Kommentaren.


Zusätzliche praktische Tipps für deinen Innsbruck-Besuch

So kommst du vom Flughafen in die Stadt

Der Flughafen Innsbruck liegt nur vier Kilometer vom Stadtzentrum entfernt – für einen internationalen Flughafen außergewöhnlich zentral. Mit dem F-Bus bist du in 15 Minuten am Hauptbahnhof. Ein Einzelticket kostet weniger als vier Euro. Taxis sind eine Option, aber mit 15–20 Euro deutlich teurer.

Wenn du mit dem Zug ankommst: der Hauptbahnhof liegt fünf Minuten zu Fuß südlich der Altstadt. Die Maria-Theresien-Straße beginnt praktisch direkt gegenüber.

Wandertipps direkt von den Sehenswürdigkeiten aus

Wer die Nordkettenbahnen nutzt und mehr will als nur die Aussichtsterrasse, kann von der Seegrube oder vom Hafelekar aus direkt loswandern. Zwei Empfehlungen:

  • Hafelekar-Gipfelrunde (1 Stunde): einfache Rundwanderung am Grat mit Alpenpanorama bis zu den Dolomiten.
  • Goetheweg (3 Stunden, hin und zurück): anspruchsvollere Wanderung vom Hafelekar zum Pfeishütte. Festes Schuhwerk nötig, aber landschaftlich atemberaubend.

Meine drei Geheimtipps für wiederkehrende Besucher

Wenn du schon einmal in Innsbruck warst und wiederkommst, hier drei Orte, die jenseits der klassischen Sehenswürdigkeiten liegen:

  1. Das Höttinger Bild – eine kleine Wallfahrtskirche oberhalb der Stadt, erreichbar in einer 45-minütigen Wanderung von der Altstadt. Von dort hast du den vielleicht intimsten Blick auf Innsbruck, den es gibt.
  2. Die Sillschlucht – eine spektakuläre Schlucht im Süden der Stadt, durch die ein Wanderweg führt. Kaum Touristen, aber landschaftlich eindrucksvoll.
  3. Das Brennerbahnmuseum in Steinach am Brenner (40 Minuten mit dem Zug) – für Eisenbahnenthusiasten und alle, die sich für die legendäre Brennerbahn interessieren.

Das alles sind Orte, die ich nach meinem vierten oder fünften Besuch entdeckt habe. Sie machen klar, dass Innsbruck viel tiefer geht, als ein Wochenend-Besucher je sehen kann.

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